Stadtmensch

Stadtleben | aus FALTER 12/01 vom 21.03.2001

"Ich bin müde geworden", kommentiert Waltraud Riegler nach zehnjähriger Obfrauenschaft bei der Homosexuellen-Initiative (HOSI) ihren Rücktritt. Schließlich hat sie in den letzten zehn Jahren unter anderem das erste Lesben-Fußballturnier organisiert, wurde als offizielle Vertreterin von Franz Vranitzky empfangen und erhielt Prügel von der Polizei bei der Eröffnung des Hrdlicka-Mahnmals, weil sie auf die homosexuellen Opfer aufmerksam machte. Der Beginn ihrer Polit-Karriere war nicht einfach: "Als ich nach Wien kam, war die ,wilde Wanda' die einzig bekannte Lesbe. Dann habe ich im Falter von der HOSI-Lesbengruppe gelesen, bin hin und habe gemerkt, dass das ganz normale Frauen sind." Eines möchte Riegler noch erleben: die vollständige Gleichstellung. "In Paris gibt es einen schwulen Bürgermeister. Warum nicht auch eine lesbische Bürgermeisterin für Wien?" HOSI: Tel. 216 66 04 N. H.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige