Schwarze Aussichten

ÖVP. Nach der Wahlschlappe soll Bernhard Görg die ÖVP in die Opposition führen. Wie lange wird der Wiener Obmann das durchhalten?

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Zumindest die Crew von Kulturstadtrat Peter Marboe nahm die erste Hochrechnung im Rathaus noch mit Galgenhumor. "Ich geh unsere Koffer packen", witzelte ein Mitarbeiter, während die roten Säulen nicht aufhören wollten, hinaufzuklettern. "Die Festplatten löschen wir ihnen eh nicht, und die Telefonkabel lassen wir auch drinnen", assistierte ihm sein Kollege noch tapfer, als es an der Absoluten der SPÖ nichts mehr zu rütteln gab. Dann aber, "ganz im Ernst": "Ehrlich. Das tun wir nicht. Das ist nicht unser Stil."

Stattdessen zog man sich niedergeschlagen in das schwarze Quartier in der Falkestraße zurück. Selbst der Überraschungsgast konnte die Funktionäre nur kurz aus ihrer Paralyse reißen. Seite an Seite mit Bernhard Görg ("ich übernehme für die Niederlage die Verantwortung") erteilte schließlich der Kanzler der Wiener Landespartei die Absolution: "Wir haben uns natürlich ein besseres Ergebnis erwartet", erklärte Wolfgang Schüssel, der sich während des Wahlkampfes gezählte


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