Letzte Chance vorbei

Nachruf. Das Liberale Forum verliert mit dem Auszug aus dem Rathaus seine letzte Vertretung in einem Landtag. Trotzdem soll es weitergehen - wie, weiß aber niemand.

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Es war eine Wahlschlappe, wie sie schlimmer nicht sein könnte: Mit mageren 3,43 Prozent erreichte das Liberale Forum um mehr als vier Prozent weniger als bei der letzten Gemeinderatswahl. Der Vorarlberger LIF-Sprecher Hans Widerlin diagnostizierte bereits den Tod des Liberalen Forums, Bundespräsidiumssprecher Friedhelm Frischenschlager möchte trotz der Niederlage weitermachen - wenn auch in viel kleinerer Form. Sicher ist nur eines: Das LIF wird in Zukunft keine klassische Partei mit Parteizentrale, Angestellten und Pressearbeit sein. Die LIF-Mitarbeiter müssen sich neue Jobs suchen.

Dabei hatte der Wahlsonntag so gut angefangen. "Ich hab Sie gewählt, Frau Bolena", rief ein älterer Herr der LIF-Spitzenkandidatin zu, als sie zum letzten Fototermin vor das Rathaus lief. "Wenn das kein gutes Omen ist!", freute sich Bolena. Gute Vorzeichen und Glücksbringer gab es für die Liberalen am Wahlsonntag genügend. Das kleine Wollknäuel mit aufgeklebten Filzaugen, das Sohn Dominik für Alexandra


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