Hohe Erwartungen

Rathaus-Rangelei. Die Parteien haben ihren Vorzeige-Kandidaten viel versprochen. Die Jungen hatten Glück. Einige Frauen und Migranten blieben über.

Politik | Julia Ortner und Eva Weissenberger | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Vor wenigen Tagen hat er sich noch die Haare gefärbt: pumucklrot. Eine lustige Wahlkampfaktion gemeinsam mit anderen SP-Jungmenschen. Jetzt steht er mit knallrotem Kopf im Regen vor der SPÖ-Parteizentrale in der Löwelstraße und kann es noch immer nicht glauben. Jürgen Wutzlhofer ist drinnen: im Gemeinderat. Mit gerade 24 Jahren - er feiert am Wahlabend auch noch Geburtstag - ist Wutzlhofer der jüngste Gemeinderat, den die Stadt je hatte: "Unglaublich." Der Politikwissenschaftstudent erklärt sein Erfolgsgeheimnis: "Wahlaltersenkung, Ausländerwahlrecht ... hinter diesem Programm bin ich voll gestanden. Dafür sind wir Jungen auch gerannt."

Auch Nurten Erdost hat es geschafft: Als wahrscheinlich einzige Zuwanderer-Kandidatin der SP zieht die gebürtige Türkin ins Rathaus ein - ob die nach ihr gereihten Migranten Anica Matzka-Dojder (Listenplatz 60) und Omar Al-Rawi (Listenplatz 61) noch eine Chance auf den Einzug haben, war bis Redaktionsschluss ungewiss. Erdost, derzeit Bezirksrätin


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