Wienzeug

Politik | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Zara hilft bei Alltagsrassismus Haben Sie schon einmal ein "Mercedes Inländer"-Taxi bestellt? In Wien ist das noch immer möglich. Etwa unter der Taxifunknummer 31300. Taxifahrer, die schlecht Deutsch sprechen, werden dort mit eigenen "Codes" versehen. "Alltagsrassismus" nennt das die Menschenrechtsorganisation ZARA (Zivilcourage und AntiRassismusarbeit), die vergangene Woche in Zusammenarbeit mit mehreren anderen NGOs ihren ersten dicken "Anti-Rassismus-Bericht" vorgelegt hat. Auf über sechzig Seiten sind Diskriminierungen durch Ämter, Polizeibehörden, Passanten oder durch Unternehmer und Arbeitgeber dokumentiert. Zeugen und Opfer schildern darin die Abgründe des Wiener Herzens. Doch ZARA sammelt nicht nur solche Fälle: "Wir bieten auch durch juristisch und sozial geschulte Mitarbeiter rechtliche und faktische Unterstützung bei Diskriminierung an", erklären Xiane Kangela und Martin Wagner, Mitarbeiter des vom Wiener Integrationsfonds und von Spendern unterstützten Projektes.


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