Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Ein Mann sieht rot Das Ende vom Lied waren Elendsquartiere in millionenfacher Zahl, unvorstellbar für Heutige. Hier setzt die bis heute nahezu ungebrochene Herrschaft der SPÖ ein. (...) Ohne das himmelschreiende Elend der Favoritner Ziegelarbeiter keinen Franz Vranitzky, keinen Viktor Klima, keine Pensionsmillionen.

Hans Werner Scheidl weiß in der Presse die Wurzel allen Übels zu benennen. Das Ziegelarbeiterelend ist schuld. Indes: Zuerst rot, dann grün Links von der Mehrheitspartei SPÖ sammelte sich ein Potential kritischer, freisinniger, antifaschistisch und sehr egozentrisch eingestellter junger Leute, die gar nicht mehr auf die "rote" Gemeindewohnung reflektierten; (...) die auch nichts mit den Millionengagen saturierter SP-Parteigänger auf dem Hut hatten. Das Biotop für die Grünbewegung in der Stadt ist von den Stadtvätern aufbereitet worden.

Noch einmal Hans Werner Scheidl, der König der Kausalkette.

Die Kuh: ein internationaler Vergleich Bei uns in den Alpen wirken die Kühe mit ihren Glocken und edelweißbestickten Bändern wie Kirchen auf Wanderschaft, wie eine Feldmessenmonstranz - dagegen sind die Kühe in Argentinien wie nackte Heiden, pur und unbehauen und wild.

Franzobel im "Spectrum" der Presse.

Zwischen Tod und Teufel Die üblichen Schicksalsfäden, welche einander kreuzen, sich verspinnen, wieder entwirren und zum Schluss ein Knäuel widersprüchlicher Empfindungen zurücklassen - bei Haneke wirken sie entrückt wie ein Strategiespiel im Schach zwischen Tod und Teufel. Die freiwillige Isolationshaft des modernen Menschen dabei als raffinierter Zug gegenseitiger Entfremdung.

Rudolf John wird von "Code unbekannt" zu Höchstleistungen inspiriert.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige