Niemand ist eine Insel

Kabarett. Keine Antwort ist auch eine Antwort: Lukas Resetarits im "Niemandsland" zwischen Privat und Staat.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Prinzipiell gibt es sicher Schlimmeres, als Lukas Resetarits zu sein. Der Mann ist der berühmteste und beliebteste Kabarettist des Landes, und als solcher kann er sich sogar den Luxus leisten, am Wochenende nicht aufzutreten, um genügend Zeit für Familie und Fußball zu haben. Das klingt nach einem guten Leben. Als Künstler aber hat es Resetarits vermutlich schwerer, als man denkt. Jeder weiß oder glaubt zu wissen, was von der Institution Resetarits zu erwarten ist, woraus sich ein Dilemma ergibt: Soll man die Erwartungen erfüllen (was leicht langweilig werden kann) oder enttäuschen (was ziemlich riskant sein kann)?

Die längste Zeit hat sich der heute 53-jährige Resetarits damit begnügt, alle ein, zwei Jahre ein nach bewährtem Muster gefertigtes Resetarits-Solo herauszubringen. Dass er damit im Vergleich zu den Kabarettisten der nächsten und übernächsten Generation immer älter ausschaute, schien weder ihn noch seine Fans sonderlich zu stören, und er hätte wohl ewig so weitermachen


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