Harter Acker, zarte Pflanze

Kulturpolitik. Der Medienkunstverein Public Netbase litt unter verschleppten Subventionszusagen. Nun darf er wieder hoffen.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Konrad Becker, der Leiter der Public Netbase, hatte ein Problem. Und das Problem wurde von Tag zu Tag größer. Auch der für Kreditvergaben zuständige Bankangestellte zog schon sorgenvoll die Augenbraue hoch, wenn Becker mit Briefen aus dem Ministerium zu ihm kam. Möglicherweise werden sich die Miene des Bankers und jene Beckers schon bald aufhellen, denn das Institut für Medientechnologien hat gute Aussicht, den stockenden Subventionsfluss der öffentlichen Hand wieder zum Fließen zu bringen.

Seit dem Frühjahr 2000 wartet der Verein auf Bundessubventionen. Damals nahm sich der neue Kunststaatssekretär Franz Morak die Zeit, um die Förderanträge der Vereine zu studieren. Bei der Public Netbase, die der Volkspartei als digitale Werkstatt des Widerstands, ja gar als Veranstalter der Donnerstagsdemos gilt, nahm sich Morak besonders viel Zeit und kam zur Überzeugung, dass auch andere Instanzen Sinn und Zweck der Netbase prüfen sollten. Nur, von wem und wie sollte diese Evaluierung


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