Nüchtern betrachtet: Ich hoffe, Häupl weiß, was zu tun ist

Kultur | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Nichts ist mehr so, wie es einmal war, außer in Wien, und das ist nicht sicher. Vielleicht wird die Popularität des Grußes "Freundschaft" wieder steigen und die hegemoniale sozialdemokratische Anrede "GrüßSi'" ersetzen. Aber erst wenn das "Freundschaft" auch dem Ober des Cafe Dommayer ganz selbstverständlich über die Lippen geht, erst dann kann sich auch der Häupl für ein Momenterl zurücklehnen und sagen: "So." Oder: "Oisdann." Denn die Lufthoheit über den Kaffeehaustischen, die ist - das geb' ich dem Häupl schriftlich - noch lange nicht gewonnen. Bis die Frau Hofrat ihren Rattler Viktor Adler nennt und der Frau Rauch-Kallat die Teilnahme an der Jazzmesse verweigert wird, muss noch ordentlich Angst geschürt und gehetzt werden. Aber wie ich höre, sind die Sozialdemokratischen Hundefreunde Hietzings (SHH) bestens gerüstet: "Fifi? A bleda Nam. Schnapp eam, Bruno!" Und bevor diese Kolumne vollständig im Politkabarettismus versinkt (falls das jemand für einen Sketch mit schönbrunnerdeutsch


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