Männer der Nacht

Nachtleben. Wiens Clubszene hat sich ordentlich gemausert und kann heute auch im internationalen Vergleich bestehen. Doch was für Nachtschwärmer erfreulich ist, bedeutet für die Clubbetreiber einiges mehr an Engagement. Wer sind diese Leute, die uns das Ausgehen so angenehm machen?


Nina Horaczek
Stadtleben | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Eigentlich hatten sie es sich einfacher vorgestellt. Filme zeigen, einen Raum mit Bar dazu, nette DJ-Lines und manchmal Livemusik. So leicht war es dann doch nicht für die vier Jungs vom Schikaneder. Livemusik dürfen sie bis heute keine spielen. Trotzdem wurde ihre Mischung aus Kino und Bar zum Treffpunkt für Künstler, solche, die es werden wollen, und für Studenten. "Als wir angefangen haben, hat man uns in der Kinobranche höchstens zwei Monate gegeben", erzählt Johannes Wegenstein. Kein Wunder, schließlich hatten sie damals weder Geld noch die erforderlichen Genehmigungen. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Was an Kapital fehlte, wurde von den Brüdern Florian und Johannes Wegenstein, die gemeinsam mit Markus Alzinger und Karl Stiglbauer das Schikaneder betreiben, durch Zeit, Erfindungsgeist und einem gewissen Maß an Naivität kompensiert. Obwohl das Experiment geglückt ist, würde Johannes Wegenstein heute etwas anders angehen: "Ich würde so ein Projekt nicht mehr

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