Denken, nicht brunzen

Tischfussball. Wuzeln kann jeder - irgendwie. Echte Szene-Wuzler unterscheiden sich aber deutlich von Hobbyspielern. Sie sind schneller, cleverer, ehrgeiziger - und haben eine eigene Sprache und eigene Regeln. Anfang April findet das nächste große Turnier in Wien statt.

Stadtleben | Thomas Prlic | aus FALTER 13/01 vom 28.03.2001

Fünfmal pendelt der Ball zwischen Verteidiger und Tormann hin und her. So schnell, dass das Auge kaum folgen kann. Dann stoppt der Verteidiger rechts hinten den Ball. Ein kurzer Blick aus dem Augenwinkel zum gegnerischen Tor. Der groß gewachsene Spieler mit den blondierten Haaren wischt sich die verschwitzte Hand an der Hose ab. Die anderen warten mit versteinerten Mienen auf den nächsten Spielzug. "Schiass eam afoch eini", gibtein Zuschauer taktische Tipps. Aber ganz so einfach geht das nicht. Blitzartig gibt der Spieler den Ball ab, der andere Verteidiger lässt ihn scheinbar weiterlaufen,indem er dem Ball mit einer kreisförmigen Bewegung ausweicht. Dann nimmt er ihn von der anderen Seite doch noch an, schießt direkt und fast ohne Reaktion der Gegner ins Tor.

Was in einem echten Fußballspiel viel zu kompliziert wäre, dauert beim Tischfußball nur wenige Sekunden. Aber Wuzeln, wie das schnelle Spiel hierzulande genannt wird, erfordert weitmehr als nur Geschwindigkeit und eine gute


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