Falle, selbst gebastelt

FPÖ. Die Freiheitliche Partei zwischen freiem Fall und neuer Isolierung. Drei Szenarien.

Vorwort | Anton Pelinka | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Die FPÖ sitzt in der Grube. Was immer sie tut - sie zerstört ein Lebenswerk des Landeshauptmannes von Kärnten. Nehmen die Freiheitlichen die eine Option wahr und werden sie zur rechtsliberalen, moderaten, wertkonservativen Grasser-Prinzhorn-Gorbach-Partei, dann verlieren sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Fähigkeit, der ÖVP auch nach der nächsten Wahl das Kanzleramt anbieten zu können - denn dann könnte die gemeinsame Mehrheit von ÖVP und FPÖ der Geschichte angehören. Gehen die Freiheitlichen (Stichwort "Politik mit Herz") auf Distanz zur ÖVP, dann produzieren sie so viel Sand im Getriebe der Koalition, dass deren Maschinen heißlaufen würden.

Die Skylla: Die FPÖ fein, aber zu klein. Die Option eins bedeutet, Haider zu ignorieren, um sein Lebenswerk - die Koalition mit der ÖVP - zu retten. Das kann nicht gutgehen - denn Haider lässt alles eher zu, als ignoriert zu werden. Haider hat es ja angekündigt: Eine solche Partei ist dann nicht mehr die Seine. Und niemand kann glauben,


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