Michl allein zu Haus

SPÖ. Die Koalitionsverhandlungen sind gescheitert. Bürgermeister Michael Häupl ist nun auf sich alleine gestellt und muss den neu gewonnenen Wählern etwas bieten. Am besten schicke Quereinsteiger und pfiffige Ideen - doch das bereitet der SPÖ Kopfzerbrechen.

Politik | Gerald John und Eva Weissenberger | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Die SPÖ hat Sorgen, die möchte die ÖVP haben. Die SPÖ sucht einen Kulturstadtrat und weiß nicht, woher nehmen. Aspiranten gibt es viele, doch allen haftet irgendein Makel an. Nur einem nicht. Aber der ist bei der ÖVP.

Die ÖVP hat Sorgen, die möchte die SPÖ haben. Die ÖVP hat einen Kulturstadtrat und weiß nicht, wohin mit ihm. Für drei Posten in der Partei gibt es fünf Anwärter. In die SPÖ-Regierung will ihn die Partei trotzdem nicht lassen.

Scheiden tut weh. Die ÖVP schmerzt die Rückkehr auf die harte Oppositionsbank. Und die SPÖ spürt nach den Siegesfeiern immer mehr die Last der absoluten Mehrheit. Dass die Sozialdemokraten in Wien nun an allem wieder alleine schuld sind, ist Bürgermeister Michael Häupl nicht ganz geheuer. Ausreden gibt es künftig keine mehr. Dafür aber Funktionäre, die der Versuchung erliegen könnten, die neue Omnipotenz weidlich auszunützen. Diesen Eindruck möchte Häupl vermeiden. Eine Stadtregierung mit Rotfront-Charme will er nach Ostern


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