Kommentar: Kulturstadtrat: Wir haben die Lösung!

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Immer ist was mit den Künstlern. Vor fünf Jahren trieb es Peter Turrini die "Zornesröte" ins Gesicht, als die Wiener Sozialdemokraten das Kulturressort an den Koalitionspartner abgaben, nun machen sich "bedeutendste Persönlichkeiten" (News) für den Amtsverbleib des schwarzen Kulturstadtrats Marboe stark, und "Wiens Künstler sind grantig" (Format).

Im kulturpolitischen Kaffeesudlesen sind die bunten Blätter aus dem Hause Fellner naturgemäß am superlativsten. News dementiert selbsterfundene Gerüchte und macht für Peter Marboe Stimmung; Format lässt sich von Direktoren-Multi Wilfried Seipel einen neuen Kandidaten (Josef Kirchberger von den Bundestheatern) in die Feder diktieren, rückt dann aber doch Kunsthallen-Dandy Gerald Matt samt Hut und kess zwischen die Beine gestelltem Spazierstöckchen formatfüllend ins Blatt.

Braucht das rote Wien überhaupt einen roten Kulturstadtrat? Wenn es nach Bürgermeister Häupl und den bislang ins Spiel gebrachten Kandidaten geht, kann die Frage


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige