Die fetten Jahre

Musik. 2001 könnte ein interessantes Jahr in der Geschichte des deutschsprachigen HipHop werden. Während die Szene in Österreich eher stagniert, haben Jan Delay und Denyo von Absolute Beginner mit Soloalben eine Repolitisierung des Rap eingeleitet. Auch die alten Macho-Fassaden beginnen abzubröckeln.

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

"HipHop ist wie Pizza auch schlecht noch recht beliebt" Eins Zwo: "Ich so, er so." (1998) Unglaubliche 22 Jahre sind vergangen, seitdem die Sugarhill Gang die als HipHop bekannte Mischung aus Beats und Sprechgesang mit dem Titel "Rapper's Delight" erstmals weltweit in die Charts brachte. Die prognostizierte Eintagsfliege entwickelte sich in der Folge zur zentralen amerikanischen Jugendkultur, und nach wie vor gilt Rap als eine wesentliche Kommunikationsform der Black Community.

HipHop wurde in seiner gerne als postmodern apostrophierten Gesamtästhetik aus Graffiti-Malen, Breakdancing, Deejaying und eben Rap insgesamt zur einflussreichsten Subkultur der Gegenwart; gleichzeitig etablierte sich das Genre "Rap-Musik" in den unterschiedlichsten Mutationen als kommerziell ungemein erfolgreiche Pop-Spielart - und zwar nicht nur in den USA. Auch aus der europäischen Musiklandschaft ist HipHop längst nicht mehr wegzudenken. In Frankreich zählen Acts wie IAM oder MC Solaar zu den


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