Die fetten Jahre/"HipHop hat mich erzogen"

Interview. Der Rapper Jan Eißfeldt alias Jan Delay sprach mit dem "Falter" über den deutschsprachigen HipHop-Boom, politische Songtexte und seine Weigerung, im verhaiderten Österreich aufzutreten.

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Die Politik kehrt zurück in die Musik. Zumindest wenn es nach Jan Delay geht. Der 2?jährige Frontmann der HipHop-Formation Absolute Beginner hat allerdings ein Problem: Wörter wie "wirtschaftliche Repression" sind für die Sprache des HipHop, für die der richtige flow das Um und Auf ist, zu sperrig. Weswegen Delay mit seinem Soloalbum "Searching for the Jan Soul Rebels" auch auf den Reggae zurückgegriffen hat (siehe dazu auch den Artikel auf Seite 22 f.).

Falter: Deutschsprachiger HipHop etablierte sich in den letzten Jahren als eigenständiges und breitenwirksames Pop-Genre. Worin liegen die Gründe für diesen Boom?

Jan Delay: Von einem Boom spricht man im Prinzip seit 1998. Einige Gruppen waren schon zuvor jahrelang damit beschäftigt, an ihrem Style zu feilen, die Sprache rollen zu lassen und ihre Beats immer besser und fetter zu machen. Irgendwann waren sie in allen Regionen so weit, und mit den Platten von Freundeskreis, Stieber Twins, 5 Sterne deluxe,uns selbst oder später dann


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