Zitternde Zypressen

Film. Eine Schau mit 25 an der Frankfurter Städelschule entstandenen Kurzfilmen beweist, dass das Erbe der Avantgarde keineswegs erloschen ist.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Peter Kubelka hat 1977 seinen letzten Film gemacht. Ein Jahr nach dessen Fertigstellung wurde er mit dem Aufbau einer Filmabteilung an der Staatlichen Kunsthochschule (besser bekannt als Städelschule) in Frankfurt betraut; vor zwei Jahren trat eine seiner ehemaligen Schülerinnen, Monika Schwitte, seine Nachfolge als Professorin für Film an.

Naturgemäß also haben die 25 zwischen 1984 und 2000 entstandenen Frankfurter Arbeiten, die Georg Wasner ausgewählt und zu drei Programmen zusammengefasst hat, wenigstens eine Gemeinsamkeit: Sie alle stammen von Filmemachern, die bei Kubelka studiert haben; und so unterschiedlich die einzelnen Zugänge auch sein mögen, so steht doch bei allen - ganz dem "historischen" Selbstverständnis der Filmavantgarde entsprechend - das filmische Material selbst im Mittelpunkt.

Ein bestechend konzises Beispiel ist "Granatapfel" von Ulrike Reichhold (1987), der kürzeste unter den gezeigten Filmen: Man sieht die Frucht, die von einem Messer entzwei geschnitten


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