Sex, Lügen und Drogen

Film. Mit Steven Soderberghs "Traffic - Macht des Kartells" kehrt Hollywood zum Problemfilm zurück und tunkt Mexiko in tabakbraunes Licht.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Nein, bitte mach diesmal keine Witze, sagt Mortel zu Ray, und er weiß auch, warum: Manche sind derart schlecht, dass nur ein Polizist sie erzählen kann. Kaum jedoch haben die verdeckten Ermittler im Büro von Eddie Ruiz, einem mit Drogen handelnden Geschäftsmann, Platz genommen, fängt Ray an, einen Witz zu erzählen. Das hört sich dann ungefähr so an: "Warum werden Hurricans immer nach Frauen benannt? Wenn sie kommen, sind sie feucht und wild - wenn sie gehen, bist du dein Haus und deinen Wagen los."

Nun ja, sein Bart dürfte von San Diego bis nach Tijuana und zurück nach Washington reichen, den wichtigsten drei Schauplätzen des Films. "Traffic", geschrieben und inszeniert von Steven Soderbergh, verfolgt den amerikanischen Drogenhandel zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten; hüben wie drüben scheinen die Behörden vollkommen hilflos zu sein gegen die "Macht des Kartells".

Der Film basiert lose auf "Traffik", einer dokumentarischen Miniserie der BBC, die vom Heroinschmuggel


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