Norwegisches Holz

Literatur. Haruki Murakamis Roman "Naokos Lächeln" wurde in Japan zum millionenfach verkauften Bestseller. Auch in der deutschen Übersetzung beeindruckt diese fesselnde Geschichte von Liebe, Sex und Selbstmord.

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Es bedurfte eines entbehrlichen Eklats beim "Literarischen Quartett", um Haruki Murakami endlich auch auf die hiesigen Bestsellerlisten zu hieven: Sigrid Löffler hatte das Buch unter anderem als "literarisches Fast Food" bezeichnet, was Marcel Reich-Ranicki, der den Roman vorgeschlagen hatte, nicht auf sich sitzen lassen konnte. Er beleidigte Löffler aufs Gröbste, diese verließ daraufhin das Quartett - und "Gefährliche Geliebte" erreichte mittlere fünfstellige Verkaufszahlen.

Im Vergleich zu Japan ist das freilich gar nichts: Dort gehen die Auflagen des heute 51-jährigen Murakami längst in die Millionen. Zum Kultautor wurde der Schriftsteller, der mit knapp 30 sein erstes Buch veröffentlichte, im Jahr 1987 mit dem Roman "Naokos Lächeln", der nun endlich auch auf Deutsch vorliegt. Im Original heißt der Roman übrigens "Noruwei no mori", was wiederum die Japanische Übersetzung für "Norwegian Wood" ist, den Beatles-Klassiker, der mit den schönen Zeilen "I once had a girl / Or


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