Nüchtern betrachtet: Sojasaucenloser Sonntag mit Suzanne

Kultur | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Jetzt geht das wieder los: Frauen im Sommergewand", schreibt König Kralicek in mein Handy-Display. Der Mann hat Recht. Es ist Sonntag, der 1. April, es ist warm, und vielerlei hebt an: Erdbeere und Spargel fläzen in den Kisten der Marktstandler, zartblättriger Bärlauch wiegt sich im Wind des Wienerwaldes, und auf dem Rohrhaus verzweifelt das Servierpersonal, nicht minder der Kunde. Der volksnahe und naturtrübe Teil der Falter-Redaktion (im Übrigen identisch mit dem FC-Tirol-Flügel) findet sich geschlossen ein, Jamaaladeen Taschwer und ich reihen uns in die Schlange vor der Schank und üben uns in solidarischer Geduld. Ach, es geht jetzt alles wieder von vorne los. Schon am Donnerstag, als ich meine Sparbücher aus ihrer anonymen Existenz befreite und auf europäisches Niveau hob, plauderte der Bankbeamte am Telefon über die Probleme der Ära Holender im Vergleich mit der Ära Maazel ("Das war doch kein Staggione-Betrieb!"), am Samstag dann gings ans Schleckerreinstecken in der Linie


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