Best of Vienna: Flohmarkt

Stadtleben | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Warum eigentlich nicht? In Zeiten, da Paul Smith den Pepp der ersten Digitaluhren (ja, den 30-Deka-Bratern mit roten Ziffern) zu entdecken glaubt, Schweizer Edelhersteller wie IWC und Omega in ihren alten Bauplänen kramen und Siebziger-Chronometer von Zenith Liebhaberpreise erzielen, wird man sich doch noch auf dem wahren Retro-Markt umsehen dürfen. Nicht dass einen dort das eine oder andere preisgünstige Titangehäuse anlachen würde, aber einmal ehrlich: Was soll man schon über Menschen mit Schweizer Langeweile am Handgelenk denken?Auf dem Flohmarkt eröffnet sich dem Uhrenfetischisten ein Universum an postkommunistischer Feinmechanik. Wucherpreise sind nicht ausgeschlossen, aber wenn man schon keinen Garantiebrief bekommt, wird man wohl noch handeln dürfen.

6., zwischen Linker und Rechter Wienzeile, jeden Samstag ab 5 Uhr. "Best of Vienna", Vol. 2/00, ist um öS 45,- im guten Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich.


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