Unten durch und überdrüber

Passagen. Die Babenbergerpassage wird vom MAK mit Kunstprojekten, Lokalen und DJ-Lines neu belebt. Hundert Meter weiter bleibt aber alles beim Alten: Um die Albertinapassage kümmert sich niemand. Wie lange noch?

Stadtleben | Thomas Prlic | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Die Europäische Union ist schuld. Und die schwedischen Mode-Ketten. "Weil die den Markt kaputt machen", schimpft die Verkäuferin. Ihre Modeboutique in der Albertinapassage hat sie aufgegeben. Statt Blusen und T-Shirts stapeln sich jetzt Schlüsselanhänger und Johann-Strauß-Figuren in den Regalen. "Was anderes als Souvenirs geht hier nicht", erklärt die Ladenbesitzerin.

Den in den Sechzigerjahren gebauten Passagen am Ring kommen die Passanten abhanden. Besonders die Babenberger- und Albertinapassage leiden wegen fehlender Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz unter der sinkenden Fußgängerfrequenz.

Das soll sich nun ändern. Im Rahmen der U2-Verlängerung werden nun auch die Passagen saniert. Der Ostblockcharme der Babenbergerpassage, die zwischen den großen Museen und der Hofburg den Ring quert, soll mit viel Kunst und Kultur vertrieben werden. MAK-Direktor Peter Noever lieferte das passende Konzept für eine Neunutzung der Unterführung und erhielt deshalb vor kurzem den Zuschlag


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