Tier der Woche: Filterlos

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 14/01 vom 04.04.2001

Naturwissenschaftler sterben aus." Diese Pressemeldung beunruhigte mich letzte Woche. Geht eine tödliche Seuche unter unseresgleichen um? Werden wir von den besser ans Förderungsleben angepassten Geisteswissenschaftlern verdrängt? Nein, das nicht, aber Naturwissenschaftler sorgen angeblich nicht ausreichend für ihren Nachwuchs. Doch nicht die leiblichen Kinder werden schlecht gehalten, sondern die akademische Nachkommenschaftwird bei der Ausbildung vernachlässigt. Also leider kein Artikel über die Fortpflanzungsgewohnheiten von Forschern, der mich jetzt im Frühling viel mehr interessiert hätte, und so wurde bei mir ein von Chefredakteuren gefürchteter Umblätterreflex ausgelöst.

Spannender fand ich eine Meldung im Online-Kurier, die über die globale Kopulationsfrequenz informierte: "2.778 Männer und Frauen geben sich in dieser Sekunde der körperlichen Liebe hin." Aber. Nur in elf Fällen kommt es zu einer Schwangerschaft. Da werden nicht nur Naturwissenschaftler aussterben.


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