Dolm der Woche: K.-H. Grasser

Politik | aus FALTER 15/01 vom 11.04.2001

Sie haben es uns oft genug eingetrichtert: Das Unternehmen Österreich dürfe nicht mehr ausgeben, als es einnehme, weil eine Hausfrau müsse ja auch mit ihrem Haushaltsgeld auskommen, und überhaupt. Einer derOberlehrer ist Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der mit seinem Rohrstaberl nun allerdings den Falschen auf die Finger klopfen wollte. Grasser drohte den Ländern Sanktionen an, falls sie den Budgetfahrplan nicht einhielten. Obwohl diese mit ihren Überschüssen das Defizit des Bundes ausgleichen. Die Reaktion der Landeshauptleute hätte sich jeder politisch halbwegs versierte Österreicher ausmalen können: Sie waren fuchsteufelswild. Da Länderfürsten gegenüber G'scheiterln aus der Bundesregierung nachtragend sein können, hat sich Grasser selbst für die Zukunft wohl unzählige Steinein den Weg gelegt. Merke: Österreich ist doch keine Firma.Und Pröll, Häupl, Klasnic und Co. sind keine Filialleiter.


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