"Potschata Krüppel!"

Bundesheer. Umgekippte Spinde, Messerhelden und verschimmelte Duschen: Der aktuelle Bericht der Beschwerdekommission des Bundesheeres liegt vor.

Politik | Gerald John | aus FALTER 15/01 vom 11.04.2001

Im Kampf muss alles griffbereit sein. Auch das Feldmesser. Um dieses mit der Klinge nach oben am Kampfanzug zu befestigen, verwenden die Soldaten üblicherweise einen Gummiring. Sofern vorhanden. "Ich habe keinen Gummi", meldete sich ein Grundwehrdiener bei seinem Kommandanten. Antwort des Unteroffiziers: "Das hat Ihr Vater auch gesagt."

Der Rekrut fand das gar nicht lustig, wandte sich an die parlamentarische Beschwerdekommission des Bundesheeres - und bekam Recht. Weil nach den Buchstaben der Dienstvorschrift Vorgesetzte "ihren Untergebenen gegenüber alles zu unterlassen haben, was ihre Menschenwürde verletzen könnte". Im vergangenen Jahr meldeten Grundwehrdiener und Bedienstete des Bundesheeres der Kommission, deren Bericht nun vorliegt, 373 mehr oder weniger grobe Vergehen. Grundsätzlich sei der Umgangston in der Armee jedenfalls "deutlich ziviler" geworden, meint der freiheitliche Nationalrat und turnusmäßige Kommissionsvorsitzende Harald Ofner: "Das liegt auch daran, dass jetzt


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige