Wienzeug

Politik | aus FALTER 15/01 vom 11.04.2001

Volkszählung: Kopfgeldjagd Ein Ergebnis der Volkszählung steht schon fest: Wien wird sie gewinnen. Offen ist aber noch die Frage, ob die Stadt an Bevölkerung zugelegt oder verloren hat. Im Rathaus gibt man sich optimistisch und hofft auf ein Plus. Das wäre deshalb wichtig, weil sich der Bundesfinanzausgleich an der Bevölkerungszahl einer Gemeinde orientiert: je mehr Volk, desto mehr Kohle. Kein Wunder, dass Bürgermeister vom Burgenland bis Vorarlberg ansässige Bürger beknien, ihren Hauptwohnsitz doch unbedingt in dieser oder jener Gemeinde anzumelden. In steirischen Kommunen wurden als Gimmiks Gummienten verteilt, andere Ortschefs sollen Gerüchten zufolge sogar Brachialmethoden anwenden - etwa Drohungen, die Wohnbauförderung zurückzuverlangen. "Wir werden alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, wenn Wiener mit an Nötigung grenzenden Mitteln zur Verlagerung ihres Hauptwohnsitzes bewegt werden sollen", droht Finanzstadtrat Sepp Rieder, der in Wien für die Zählung zuständig


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