Greencard fürs Rotlicht

Prostitution. Während Computerexperten warten, haben Innen- und Außenministerium Einreiseerleichterungen für "Showtänzerinnen" beschlossen. Aber nur wenn sie in bestimmten Nobelclubs arbeiten.

Politik | Florian KLenk | aus FALTER 15/01 vom 11.04.2001

Die Beamtin im Außenamt war aufgebracht: "So eine Sauerei, dass Sie dieses Dokument haben", bellt sie ins Telefon. Kein Wunder: Der "Runderlass", den Außenministerin Benita Ferrero-Waldner vor kurzem an die verblüfften Diplomaten aller österreichischen Botschaften ausgesandt hat, ist tatsächlich ein wenig seltsam: "Aufenthaltstitel für Showtänzerinnen, Go-go-Girls und dergleichen" steht auf dem zweiseitigen Schreiben, das die Rechts- und Konsularsektion des Außenamtes verfasst hat.Es könnte für Wirbel sorgen: Österreichs Botschafter werden darin angewiesen, bei Visa-Erteilungen an "Showtänzerinnen" besonders großzügig zu sein. Wörtlich heißt es in dem Rundschreiben: "Bei der Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen an die Berufsgruppe der Showtänzerinnen, deren Auftritte im Wege bestimmter Künstleragenturen und einer überprüften seriösen Auftrittslokalität vermittelt werden", kann von einer Rückfragepflicht im Innenministerium abgesehen werden. Hat die Politik also ihr


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige