Gott weint goldene Tränen

Musik. Melancholie aus dem hohen Norden: Das isländische Quartett Sigur Ros wurde binnen weniger Monate vom Nobody zur internationalen Pop-Größe. Jetzt gastiert die Band erstmals in Wien.

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 15/01 vom 11.04.2001

Eine Erfolgsgeschichte, made in Island: Noch vor einem halben Jahr war die Band Sigur Ros außerhalb ihres Heimatlandes kaum bekannt. Ja, selbst dort war das Quartett nur mäßig erfolgreich. Das zweite Album "Agaetis Byrjun" ("Ein guter Anfang", 1999) etwa verkaufte sich zunächst nur 4000-mal. "Um in Island jemand zu sein, musst du aber mindestens 5000 CDs verkaufen", erläuterte Sigur-Ros-Sänger Jon Por Birgisson vergangenes Jahr, als die englische Musikpresse gerade auf die Band aufmerksam geworden war.

Dann überschlugen sich die Ereignisse: Das englische Label Fat Cat lizensierte "Agaetis Byrjun" und veröffentlichte das Album im September 2000 nochmals. The Face, Q, ja selbst die BBC waren begeistert von der zutiefst melancholischen Musik der Band. Das Lob gipfelte in gewagten Bildern: Sigur Ros klängen, so hieß es, "wie wenn Gott im Himmel goldene Tränen weint". Getragen schleichen sich die Songs von Jon Por Birgisson (Gesang, Gitarre), Kjartan Sveinsson (Keyboards), Orri Pall


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