Sideorders: Alte Schweden

Stadtleben | aus FALTER 15/01 vom 11.04.2001

Die skandinavische Küche ist eine einfache, zeichnet sich einerseits durch die Frische und mannigfaltige Verfügbarkeit der Meeresfrucht aus, andererseits durch die unterschiedlichen Methoden, alles, was man in den wenigen hellen Tagen ernten/fangen kann, über den acht Monate währenden Winter zu bringen. Einschlägige Eindrücke von der skandinavischen Kulinarik holt man sich, wenn nicht vor Ort, am besten bei "Fanny und Alexander", "Michel aus Lönneberga" sowie dem grandiosen Film "Babettes Fest" des Dänen Gabriel Axel. Ein Alzerl Ahnung kann man sich auch hier besorgen (Hinweise etwa über ein angeblich existentes "Blumquist" an Florian.Holzer@chello.at): Sven, 9., Bergg. 28, Tel. 310 65 36, Mo-Fr 11.30-14.30, 17.30-23 Uhr.

An und für sich kocht Sven Martenson in seinem winzigen Restaurant ja eher die wienerische Küche mit Ausflügen in die diversen Ethnien. Aber hin und wieder gibts eben auch ein bisschen was Schwedisch-Skandinavisches.

Ikea-Restaurant, SCS Vösendorf, Mo-Fr 9-19.30, Sa 9-17 Uhr.

Klingt irgendwie unglaublich, aber tatsächlich wird bei Ikea noch der größte Wert auf einigermaßen originale Zutaten und Rezepte gelegt. Neben den Klassikern wie Fleischklößchen und Gravad Lachs haben hier allerdings auch schon die Ravioli Einzug gehalten. Späte Rache der Katholen für den 30-jährigen Krieg. Der Schwedenshop enthält aber einige nützliche Zutaten für die Verwirklichung schwedischer Küche.

Nordsee, 4., Naschmarkt Stand 1-4, Tel. 586 14 20, Mo-Fr 8-18.30, Sa 8-16.30 Uhr.

Ja, so weit ists gekommen. Aber die Shrimps- und Hering-Brötchen erinnern mit einer gewissen Fantasie tatsächlich an die dänische Sm¿rrebr¿d-Vielfalt. Abgesehen davon ist natürlich auch nicht jeder Schmaus in Stockholm so gut wie im Operakällaren.


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