Wölfe hin, Taifune her

Neues Lokal. Mit dem "Gustavsson" eröffnete Wiens erstes und einziges Schweden-Pub. Und siehe da: Es wurde ganz schön wienerisch!

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 15/01 vom 11.04.2001

Jetzt ist Skandinavien sicher nicht jener Teil der Welt, der vor allem für seine elaborierte Feinschmeckerei berühmt ist. Eher für Handys, Selbstbaumöbel, sichere Autos und unsagbar teuren Alkohol. Dennoch verfügen die vier Länder des Nordens über einige liebenswerte kulinarische Traditionen, deren man sich auch hier in Mitteleuropa durchaus bedienen könnte. Man denke da zum Beispiel an das lustige Krebsefest im finnischen Sommer, an die unerschöpflichen Heringsbuffets des schwedischen Smörgasbord oder an die Vielzahl dänischer Brotbeläge. Auch die Biere, die skandinavischen, sind nicht ohne Reiz.

Eine Menge Hoffnung also, die die mehrmals verschobene Eröffnung des skandinavischen Pubs Gustavsson erweckte, bei einigen Freunden des nördlichen Wohnkomforts vielleicht auch auf Akzente schwedischen Designs hoffen ließ. Doch leider nein. Das Gustavsson wurde gestalterisch eher als Mittelding von Wikinger-Langhaus und archaischem Eckbeisl angelegt, also bis in Scheitelhöhe mit


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