Vom Rat verraten

Forschungspolitik. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung bestätigt die in ihn gesetzten Befürchtungen.

Vorwort | Klaus Taschwer | aus FALTER 16/01 vom 18.04.2001

Alles läuft nach Plan. Das suggerierte zumindest eine kleine Meldung, die kürzlich durch die Medien geisterte. Mit einer Forschungsquote von 1,8 Prozent habe Österreich den EU-Durchschnitt (1,81 Prozent) "erstmals praktisch erreicht". Diese magische Quote bemisst den Anteil der Ausgaben für Forschung und (Technologie-)Entwicklung (F & E) am Bruttoinlandsprodukt und gilt als wichtigste Kennzahl für die Zukunftsfähigkeit eines Landes. Österreich, das Anfang der Neunzigerjahre bei den Forschungsausgaben noch deutlich hintennach hinkte, scheint also die Innovationskurve gekratzt zu haben.

Ist das womöglich bereits das Verdienst der neuen, ach so innovationsfreudigen Bundesregierung, deren Chef uns irgendwann sogar zum Forschungsquoten-Weltmeister machen will? Gemach. Denn hinter den scheinbar so eindeutigen Zahlen stecken einige Details, die nicht immer miterzählt werden. Allenfalls erfährt man noch, dass Österreichs forschungspolitische EU-Reife deshalb zustande kam, weil die EU


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