Politik mit Herz?

Zuwanderung. Innenminister Ernst Strasser will mehr Ausländer in Österreich arbeiten lassen. Der Beginn einer liberalen Ära? Oder doch nur leere Worte?

Politik | Gerald John | aus FALTER 16/01 vom 18.04.2001

Es gibt Allianzen, die den Beteiligten wohl selbst peinlich sind. Jene zwischen FPÖ und Gewerkschaft etwa. Im politischen Hickhack üblicherweise spinnefeind, vollzogen die beiden Akteure in der vergangenen Woche einen inhaltlichen Schulterschluss. Auslöser war Innenminister Ernst Strasser, der wieder einmal den good Guy der Bundesregierung gab. Eine "Neuausrichtung" der Ausländerpolitik hatte Strasser versprochen. Erstens sollen alle, die in Österreich legal leben, künftig auch arbeiten dürfen. Zweitens will der Innenminister von der sturen Quotenregelung für die Einwanderung abrücken: Der Zuzug soll sich künftig flexibel am Arbeitskräftebedarf - und der wächst derzeit rapide - orientieren. Die zwei politischen Kräfte, die reflexartig Nein sagten: ÖGB und FPÖ.

Kritik übten auch Ausländerhilfsorganisationen, vor allem aber deshalb, weil sie an der Umsetzung zweifeln. Grundsätzlich, so der Tenor, seien Strassers Vorschläge ein Schritt in die richtige Richtung. "Man kann


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