"Görg ist kein Parteiführer"

Bilanz. Osterweiterungsbeauftragter Erhard Busek über seine polnische Bedienerin, Haiders psychotisches Problem, Andreas Khols Umgang mit der Wahrheit, den ÖVP-Umfaller bei der ORF-Reform und darüber, warum die Wiener ÖVP vom Sterben bedroht ist.

Politik | Gerald John und Nina Weissensteiner | aus FALTER 16/01 vom 18.04.2001

Maximal ein Viertelstunde" wollte sich Erhard Busek Zeit nehmen. Doch als das Gespräch auf das magere Ergebnis der Wiener ÖVP bei den Wahlen kam, konnte sich "Häuptling flinke Zunge", so der parteiinterne Spitzname für Busek zu dessen Vizekanzler-Zeiten, nicht mehr zurückhalten. Der ehemalige Wiener Obmann ging mit seiner Partei hart ins Gericht.

Delikat ist auch, was Busek dem ÖVP-Klubobmann im Parlament, Andreas Khol, auf dessen indirekten Vorwurf im letzten Falter (15/00) erwidert: Im Gespräch mit Armin Thurnher sagte Khol, dass "ein Parteifreund", der seinem mittlerweile legendären Spruch "Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit" den Satz "Die Wahrheit ist absolut" entgegengehalten habe, "der Einzige gewesen sei, der sich je bei mir persönlich für eine Lüge entschuldigen musste". Damit gemeint war offenbar Busek, der in einem Kurier-Interview Khol mit genau diesen Worten gerügt hatte. Busek entgegnet aber wiederum im Falter-Interview, dass sich vielmehr Khol bei ihm entschuldigen


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