Der Titel-Columbo

Titel-Crime. Dieser Mann hätte FPÖ-Sozialminister Herbert Haupt eine Menge Ärger ersparen können: Oberrat Christoph Demand legt von Berufs wegen Titelschwindlern das Handwerk.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 16/01 vom 18.04.2001

Ute Fabel ist kein Einzelfall. "Etwa zehn Prozent der in Österreich geführten akademischen Titel", schätzt Christoph Demand, "sind nicht rechtens erworben."

Der Mann muss es wissen. Er sitzt im Wissenschaftsministerium, ist Oberrat und vom Staat beauftragt, Titelschwindlern hinterherzujagen. "Es gibt drei Vergehensarten in Bezug auf Missbrauch", doziert der ministerielle Titel-Inquisitor in seinem karg eingerichteten Büro, gleich ums Eck vom Cafe Landtmann: "Erstens: das unrechtmäßige Verleihen von Titeln, zweitens: das Vermitteln und drittens: das unrechtmäßige Führen."

Laut Demand ist die unlautere Magister-Karriere der ehemaligen Pressesprecherin von Sozialminister Herbert Haupt "eher untypisch": "Bei einer Diskussionsveranstaltung" sei sie "das erste Mal mit Frau Magister angesprochen worden, eine Eigendynamik hätte das Ganze daraufhin entwickelt", behauptete Ute Fabel, nachdem aufgeflogen war, dass ihr für den Abschluss ihres Jus-Studiums noch zwei Prüfungen fehlen. Die meisten


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