Augäpfel stehlen

Mediendesign. Das Künstlerhaus zeigt ab 20. April die Arbeiten renommierter Mediendesigner. Und bezieht Massenmedien gleich ins Konzept mit ein.

Medien | Thomas Prlic | aus FALTER 16/01 vom 18.04.2001

Mediendesigner sind Diebe. Sie stehlen Aufmerksamkeit. Als Gestalter von Plakaten, Internetseiten, Zeitschriften und Plattencovers sitzen sie an der Schnittstelle zwischen Entwurfstechnologie und Kultur und ringen dabei im ständig wachsenden medialen Angebot um die Aufmerksamkeit des Publikums: Design im Spagat zwischen kommerziellen Interessen und Kunst.

"Stealing eyeballs" ist der Titel einer Ausstellung, die sich ab 20. April im Künstlerhaus mit diesem Thema auseinander setzen wird. "Wir haben den Titel bewusst ambivalent gewählt", erklärt Christian Muhr, der gemeinsam mit Sabine Dreher die Ausstellung konzipiert hat. "Schließlich ist auch die Arbeit der Mediendesigner ambivalent." Computer und Internet sorgen nicht nur für eine schnellere und einfachere Verbreitung der Medien, sie verändern auch die Arbeit selbst: Der Designer entwirft nicht mehr nur einfach, er kann auch gleichzeitig Filmemacher oder Programmierer sein.

Den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern im Mediendesign


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