Neue Klavier-CDs: Spaß mit Tasten

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 16/01 vom 18.04.2001

Knisternde Elektronik, sexy Saxophon oder E-Gitarre - alles schön und gut. Aber seien wir ehrlich: Auch im 20. Jahrhundert blieb das Klavier als faszinierendstes Instrument aller Genres ungeschlagen. Selbst die strengsten Avantgardisten kamen - bei aller Skepsis gegenüber der "bürgerlichen Tradition" - nicht an seiner Vielseitigkeit vorbei.

Zum Glück, wie etwa die erste CD der neuen Serie "Piano Music of the Darmstadt School" von Steffen Schleiermacher beweist (MDG/Gramola). Keine Angst: Zwar präsentiert Schleiermacher mit Stockhausens "Klavierstücken 1-4" und Boulez' "3. Sonate" echten Serialismus-Hardcore aus den 50ern; gleichzeitig aber zeigt er mit Werken von Messiaen, Clementi und Evangelisti auch, wie bald das selbst auferlegte mathematische Korsett zugunsten von stilistischer Vielfalt wieder gesprengt wurde. Und überhaupt macht es einfach Spaß, einem so unglaublich differenzierten Pianisten zuzuhören. (Wie weit sich die Darmstädter "Internationalen Ferienkurse" übrigens


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