Sideorders: Alpe-Adria

Stadtleben | aus FALTER 16/01 vom 18.04.2001

Ein grausames Schicksal führt in Wien offensichtlich dazu, dass man mit pseudotoskanischen Lokalen zwar die Säue füttern könnte, dass andere Mittelmeerküchen aber den Bach runtergehen. Mit der friulanisch-adriatischen Küche zum Beispiel sahs im letzten Jahr ganz schlecht aus: So musste man nicht nur den Verlust des Principe hinnehmen, sondern auch das Hinscheiden des Bevanda - Heimstatt des zarten Branzino in Knoblauch-Parfüm. Und zu allem Überdruss lief dann auch noch der Pachtvertrag des besten Friulaners nördlich von Cividale, "Cantina e l'arte", aus. Trost findet man hier: Schuppich, 2., Rotensterng. 18, Tel. 212 43 40, Di-Sa 18-1, So 11-22 Uhr.

Lucia Schuppich verwirklicht hier neben den vielleicht besten Kutteln der Stadt vor allem auch herrliche Rezepturen ihrer Großmutter aus dem slowenisch-italienischen Grenzland. Das Ambiente ist zwar Beisl, aber mit ein bisschen Fantasie geht das schon.

Collio/Das Triest, 4., Wiedner Hauptstr. 12, Tel. 589 18-0, Mo-Fr 12-14.30, Mo-Sa 18.30-22 Uhr.

Der Name ließe eigentlich auf mehr schließen, tatsächlich ist das gestylte Restaurant in dem von Sir Terence Conran gestalteten Hotel ein guter, nicht zu billiger Standard-Italiener mit fallweise friulanischen Akzenten.

Zum Posthorn, 3., Posthorng. 6, Tel. 713 34 49, Mo-Fr 18-24 Uhr.

In diesem traumhaft urigen Lokal wird eher die nordfriulanisch-slowenisch-kärntnerische Küche gepflegt, aber immerhin.

Kellerei Enrico Panigl (Wien-Triest- Marienbad), 8., Josefstädter Str. 91, Tel. 406 52 18, tägl. 18-2 Uhr.

Küchenmäßig gibts hier zwar nur mehr wenige Triestiner Assoziationen, man kocht eher auf kreativ-italienisch. Das Ambiente ist aber auf jeden Fall sehenswert.


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