Hermes' Papierkorb

Weish 2,1a.12.17-20 (2. Lesung am 25. Sonntag im Jahreskreis / Lesejahr B)

Stadtleben | aus FALTER 16/01 vom 18.04.2001

Vergeblich, weil es niemand hören kann. Verstehen Sie, Duhsubchen, jetzt ist ja das nicht irgendein irgendwohin geschriebener Text, ja früher, ja gut, bis Predigtdienst Nr. 395, war er im Falter gedruckt. Blei zu noch mehr Blei. Aber jetzt müssen Kameraleute und Toningenieure, Beleuchter, Redakteure, Regisseure, Schneideanstalten und Synchronzeilenmontagen sich Woche für Woche versammeln. Die Kette muss 193 Zentimeter über den Fußboden gespannt werden, mit Messband gemessen, der Peitscher muss sich vielleicht waschen, seine gute Peitschhose anziehen, vielleicht ohne was drunter an, er, der nichts müssen sollte, muss ins Aufnahmestudio, nur um mir weh zu tun, verstehen Sie? Jetzt soll das doch was Bedeutendes sein, was aussagen, wenn so viele in so konzentrierter Form sich anstrengen. Ich habe noch Vinzenz Ludwig Ostri im Ohr oder Alfons Dalma, später, und Axel Corti im "Schalldämpfer". Oder Hömberg! Und dagegen meine Erbärmlichkeit. Mein minderwertiger Dreck über das ins Nichts


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