Deutsche Perspektiven

Demokratie. Wie der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder die Rentabilität der Zivilgesellschaft sieht.

Vorwort | Isolde Charim | aus FALTER 17/01 vom 25.04.2001

Gerhard Schröder, der demnächst nach Wien kommt, hat eine besondere Affinität zur Zivilgesellschaft. Diese für einen deutschen Bundeskanzler etwas erstaunliche Beziehung artikulierte er bereits vor rund einem Jahr in einem manifestartigen Aufsatz. Vor einigen Tagen hat er sie in einer Rede nochmals bekräftigt und präzisiert.

Diese nahezu unkommentiert gebliebene Ansprache ist in mehrfacher Hinsicht erstaunlich. Erstaunlich ist bereits der Ort: das Siemens-Forum in München. Dieses Zusammentreffen von Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist keineswegs zufällig - es ist vielmehr Programm. Schröders Kernaussage lautet nämlich: Die Wirtschaft ist Teil der Zivilgesellschaft. In seiner etwas pathetischeren Formulierung lautet dies: "(...) die Zivilgesellschaft (darf) nicht vor den Werkstoren halt machen." Damit würdigt er die Wirtschaft für ihr Eintreten für gesellschaftliche Belange und appelliert gleichzeitig an sie, ihrer sozialen Verantwortung weiterhin gerecht zu werden. Dies entspricht


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