Lesen und schreiben

Kultur. Kunstsektionschef Andreas Mailath-Pokorny wird neuer Kulturstadtrat. Der ehemalige Vranitzky-Sekretär bekommt sogar von der Opposition Vorschusslorbeeren.

Kultur | Eva Weissenberger | aus FALTER 17/01 vom 25.04.2001

Ausgerechnet in Musik. Der Musterschüler Andreas Mailath-Pokorny leistete sich während der acht Jahre am Akademischen Gymnasium in Wien nur einen Ausrutscher: eine Entscheidungsprüfung in Musik. "Das beweist, dass ich kein Streber bin", sagt er heute. "Und das Thema wurde einfach stinklangweilig gebracht." Auch wenn sich der 41-Jährige von Elektra bis Extrabreit mittlerweile bestens auskennt, als seine kulturellen Vorlieben nennt der schlaksige Zwei-Meter-Mann auch heute noch auf Anhieb nicht die Musik, sondern: "lesen und schreiben".

Rechnen muss er auch können: Ab Freitag wird Andreas Mailath-Pokorny als neuer Wiener Kulturstadtrat für ein Jahresbudget von 2,2 Milliarden Schilling verantwortlich sein. Was Kulturschaffende abseits des Mainstreams freut. Denn für die SPÖ-Denkfabrik "Netzwerk Innovation" schrieb der studierte Jurist und Politikwissenschaftler kürzlich: "Der aktuellen Kunst ist als gestaltendem Faktor gegenüber der Konservierung Vorrang zu geben." Er mahnte eine


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