Mediensplitter

Medien | aus FALTER 17/01 vom 25.04.2001

ORF Mit einer Studie des Schweizer Prognos-Instituts untermauertenORF-GI Gerhard Weis und kaufmännischer Direktor Alexander Wrabetz die Befürchtung, das neue ORF-Gesetz werde den Sender mindestens eine, vielleicht auch zwei Milliarden an entgangenen Werbegeldern kosten. "Heimische Medienwertschöpfung" werde nicht österreichischen Medien,sondern deutschen Konzernen zukommen.

TIV Der Wiener Kabel-TV-Sender TIV (vgl. Falter 15) wird sich um die laut neuem ORF-Gesetz frei werdende Wiener Ballungsraumfrequenz bewerben. TIV könne sich "vor Glück nicht fassen", sagt TIV-Chef Madersbacher. Im Grunde habe man die Logistik für ein 24-Stunden-Programm stehen.

Imagine there's no borders München. Im Atomic Cafe, einem Szenelokal in Münchens Innenstadt, wurde letzten Montag die Erste Transnationale Republik ausgerufen. Zeremonienmeister Georg Zoche alias DJ Captain Nemo verlas gemeinsam mit seinem Kompagnon und Rechtsberater Cornelius Everding vor zweihundert begeisterten Zuschauern das Manifest der Ersten Transnationalen Republik, die - vorerst noch - ausschließlich im Internet existiert. Ziel der neuen Bürgerbewegung: grenzübergreifende Interessenvertretung in einer Welt, in der bis jetzt nur das Kapital von der Globalisierung profitiert. Schon vor der offiziellen Ausrufung reihten sich lange Schlangen vor dem eigens aufgesetzten Einwohnermeldeamt, an der Bar wurde ausschließlich mit der eigens aus der Taufe gehobenen Währung, den Payolas (Bild), bezahlt. Nur mit der Ausfertigung der Pässe haperte es bis zum Morgen: Transnationale Demokratie erspart nicht transnationale Bürokratie.


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