Ende einer Kamerafahrt

Filmbuch. Mit dem Interviewband "Im Verborgenen" liegt nun erstmals ein Buch des bedeutenden französischen Kritikers Serge Daney in deutscher Übersetzung vor.

Kultur | Peter Nau | aus FALTER 17/01 vom 25.04.2001

Für die Lektüre von Serge Daneys "Perseverance" (deutsch: "Im Verborgenen") empfiehlt sich der Strandkorb. Gehörte Daney doch zu jenen wirklichen Denkern, die sich nach nichts mehr als nach Muße sehnen. Auf seinen vielen Reisen, die ihn in alle Weltgegenden führten, genoss er das Entzücken dessen, der den Beruf hinter sich lässt und froh ist, auf der Erde zu sein, froh darüber, dass man ihn existieren lässt und vielleicht sogar ein bisschen akzeptiert.

Ein Jahr vor seinem Tod - Daney starb 1992 im Alter von 48 Jahren an Aids - führte Serge Toubiana mit ihm drei Tage lang ein Gespräch, das den Hauptteil von "Perseverance" bildet. Dabei fasste Daney, wenn es um Film ging, stets auch das allgemeine Gemälde des Lebens und Daseins, nicht zuletzt seines eigenen, fest ins Auge, um das Bild, das für ihn ein Film darstellte, zu enträtseln und zu verstehen.

Gleichzeitig war ihm aber auch bewusst, dass alle Erkenntnis nicht heranzureichen vermag an die stille Fruchtbarkeit unserer ersten,


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