Aufgeblättert

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 17/01 vom 25.04.2001

Sich ein ganzes Buch lang einem, zumal nur historisch interessanten, Film zu widmen ist ein zwiespältiges, dennoch nicht unsympathisches Vorhaben. Im vorliegenden Fall handelt es sich um die 1924 nach dem Roman von Hugo Bettauer gedrehte österreichische Produktion "Die Stadt ohne Juden", die in den Neunzigern als Fragment wieder aufgefunden und rekonstruiert wurde. Für das beim Filmarchiv Austria erschienene Buch gleichen Titels haben 14 Autoren einen Wust von Materialien über den Film und die Hintergründe seines Entstehens zusammengetragen, sich aber nur vereinzelt die Mühe gemacht, sie auch "zum Sprechen" zu bringen. Die vielen kleinen Schlampereien - Regisseure, Filmtitel, Romane, die mal so und dann anders heißen - stehen hier leider fürs Ganze; die vielen Redundanzen verleiden einem auch die ansprechenden Beiträge zur Rezeption des Romans (Murray G. Hall), zur Repräsentation des Jüdischen (Michael Kitzberger) oder zur Architektur des Films (Gerhard Vana) - wobei die beiden


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