Nüchtern betrachtet: Jesus Christus heißt jetzt Willis

Kultur | aus FALTER 17/01 vom 25.04.2001

Pädagogisch anspruchsvolle Erziehungsberechtigte verbringen Ostern damit, ihren Heranwachsenden zu erklären, was die grausame Ermordung eines Religionsführers mit exzessiver Gesichtsbehaarung damit zu tun hat, dass Hasen die Leibesfrüchte fremder Tierarten stehlen, bemalen und verstecken. Unsereins legt halt ein paar Schokoladeeier in den Schnee und arbeitet zudem an der Begründung neuer Traditionen: Meine Tochter jedenfalls geht davon aus, dass der Osterhase die Frühjahrskollektion von H&M auf Bäume hängt. Ich weiß schon, die Globalisierung hat derzeit ein Imageproblem, aber vielleicht ließe sich dieser Brauch zumindest EU-weit durchsetzen. Ostern ist ja eine schwer unterschätzte Zeit. Ich pflege sie damit zu verbringen, im Waldviertel zu frieren. Dabei geht es gar nicht ums Frieren, es passiert bloß so. Man kann darüber hinaus aber noch die verrücktesten Dinge anstellen - fernsehen, schlafen, Liebe machen. Sehr schön ist es zum Beispiel, das Frühstück mit dem Konsum der

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