Wütende Wildschweine

Tiere. Der traditionelle Tierschutz ist out. Heute fordern Tierrechtsorganisationen verbindliche Grundrechte für Tiere und machen auch vor radikalen Methoden nicht Halt.

Stadtleben | Nina Horaczek | aus FALTER 17/01 vom 25.04.2001

Die weiße Plastikschürze ist blutverschmiert, das Licht flackert grell, Ketten hängen von der Decke. Zwei blutige Messer kommen immer näher. Ein schneller Schlag, und der Kopf ist ab. Der Schlächter wirft das geköpfte Huhn auf einen Haufen toter Mitgenossen.

Vergangene Woche drehte der "Verein gegen Tierfabriken" (VgT) erstmals einen Antifleischspot, der ab Mai in österreichischen Kinos und von Privatsendern ausgestrahlt werden soll. Das Regieduo "Teamwork" zeigt die Fließbandschlachtung aus der Perspektive eines Huhnes. Während das Hendl den Kopf verliert, füllt sich in Parallelmontage ein Supermarkt mit Blut. Am Ende taucht aus den insgesamt 8000 Litern Kunstblut ein vakuumverpacktes Huhn hervor.

Bis vor kurzem versuchten die Tierschutzvereine noch, mit Bildern von jungen Hunden und Katzenbabys Mitleid zu erwecken. Heute werden die Anliegen von vielen um einiges schonungsloser vertreten. Statt um Tierschutz geht es jetzt immer öfter um die Anerkennung von Tierrechten und den


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