Im Käfig der Stadt

Spielplätze. Autos, Parkplätze, Garagen: Dafür gibt es Platz in der Stadt. Nur Kinder haben kaum Freiraum - auch wenn sich jetzt einzelne Initiativen bemühen, neue Spielräume zu schaffen.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 17/01 vom 25.04.2001

Die Kletterrutsche ist verwaist. Kein Kind hockt in der Spielecke. Die Parkbänke und Klappsessel für die Muttis bleiben an diesem Vormittag leer: Der Schlechtwetterspielplatz in der Neubauer Hermanngasse hat geschlossen. Eine Ausnahme, wie Michaela Müller-Wenzel von den Wiener Kinderfreunden betont. "Meistens sitzen hier ein paar Eltern samt Nachwuchs. Sie können sich die Zeiten, wann sie den Spielplatz benutzen, ja aussuchen." Etwa 25 Eltern aus dem Grätzel haben sich mittlerweile bei der Bezirksvorstehung einen Schlüssel für den Schlechtwetterspielplatz besorgt, den der Fonds "Spielräume schaffen" der Kinderfreunde vor ein paar Monaten in einem ehemaligen Copy-Shop eingerichtet hat.

Autos, Parkplätze, Garagen: Dafür gibt es immer mehr Platz in der Stadt. Die Stadtkinder hingegen haben kaum Freiraum. Auf den Spielplätzen drängt sich der Nachwuchs, Gstättn und Grünflächen sind in den meisten Bezirken kaum mehr vorhanden. "Die genormten Gerätespielplätze sind wie ein Korsett:


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