Dolm der Woche: Herbert Rudolph

Politik | aus FALTER 18/01 vom 02.05.2001

Man kann sich die Qualendes Mannes ausmalen: Schweißausbrüche, nervöses Erbrechen, Magenkrämpfe. Denn jedesmal wenn der freiheitliche Stadtschulratsvizepräsident Herbert Rudolph in seinem eigenen Büro anrief, konnte es passieren, dass er per Tonband mit "welcome", "bonjour" oder sogar "dobar dan" begrüßt wurde. Doch nun hat das Leiden ein Ende. Über eine "kleine, aber vielleicht symbolträchtige Haltungsänderung" der Wiener Schulverwaltung freut sichRudolph: Der Tonbandtext der Vermittlung sei wieder in deutscher Sprache abgefasst. "Eine vernünftige Maßnahme", meint er, schließlich hätten sich Anrufer "provoziert" gefühlt. Jetzt aber nur nicht nachlassen, Rudolph, es gilt noch viel Ausländisches auszumerzen! Fangen Sie gleich im schwarz-blauen Hauptquartier an. Dort werden Anrufer mit folgendem Text in Rage gebracht: "Federal chancellery and federal ministry for foreign affairs."


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige