Ein weites Feld/Jüdische Vertriebene: Vranitzky hilft Jewish Welcome Service

Politik | aus FALTER 18/01 vom 02.05.2001

Ariel Muzicant, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, würdigt oft "das Bemühen" von Kanzler Wolfgang Schüssel um Restitution. So etwa auch bei einer Diskussionsveranstaltung, zu der die Kultusgemeinde vor ein paar Wochen ins Gemeindezentrum lud. "Gleichzeitig", kritisierte Muzicant dort, fehle "aber oft das Fingerspitzengefühl". Es würden "keine Gesten" gesetzt.

Im vergangenen Frühjahr erhielt etwa Leon Zelman, der Leiter des Jewish Welcome Service, einen Brief vom neuen Bundeskanzler. "Wie für viele andere Bereiche", schrieb Wolfgang Schüssel, sei auch für das Welcome Service "nun leider kein Geld mehr da." So, als ob es um Subventionen für einen Sportverein ginge. Für den Service, der seit 1978 Holocaust-Überlebenden und Vertriebenen ermöglicht, noch einmal ihre Heimatstadt zu besuchen, hielt Österreich bis dahin 2,5 Millionen Schilling jährlich bereit. Die Stadt hat die gleiche Summe beigesteuert. Insgesamt konnten über das Besuchsprogramm so mehr als 3000


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