Schluss mit lustig

Wahl-Opfer. Franz Karl, dank Hundescheiße Wiens berühmtester Gemeinderat, sitzt nicht mehr im Rathaus. Exbezirkskaiser Erich Achleitner tuckert nur mehr als Bürger mit dem Achi-Mobil durch Mariahilf. Waren sie zu lustig für die Politik? Und wer kümmert sich jetzt um die ganze Scheiße?

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 18/01 vom 02.05.2001

Fritz Svihalek hat es schon vor Wochen irgendwie geahnt. "Wir zwei sind ja nicht gerade beliebt in unserer Partei", sagte der SP-Verkehrsstadtrat zu Franz Karl. "Ja, ja, wir Leidensgenossen", hat Karl ihn da noch scherzhaft getröstet. Aus dem Scherz ist Ernst geworden: Svihalek ist Geschichte. VP-Gemeinderat Karl sitzt seit den Wahlen nicht mehr im Rathaus. Nach 13 Jahren musste er gehen.

Und das, obwohl er eigentlich der berühmteste Gemeinderat der Stadt war: Spitzname "Hundstrümmerl-Karl". Schließlich hat der Meidlinger Mathematikprofessor und ehemalige Vorsitzende der legendären Wiener Hundekommission seit Jahren engagiert gegen den Hundekot der Stadt gekämpft. Seine Hundstrümmerl-Pressekonferenzen gehörten zu den bestbesuchten Presseterminen der Stadt. Egal welches Hundeproblem, Franz Karl wusste Bescheid. Dass sein Telefon in der Meidlinger VP-Zentrale ständig läutete, sobald es in Wien ums Thema Hund ging, hat den 58-Jährigen nie gestört.

Auch nicht, dass Kollegen launige


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