No Nonsense

Volkszählung. Geschätzte 15.000 Österreicher werden das amtliche Datensammeln boykottieren. Wenn der Volkszähler zweimal klingelt, riskieren Datenschützer und Spaßvögel bis zu 30.000 Schilling Strafe.

Politik | Gerald John und Eva Weissenberger | aus FALTER 18/01 vom 02.05.2001

Die Post ist schuld, die hat den Brief verschlampt. Wenn die Volkszähler in den nächsten Tagen zum zweiten Mal an seine Tür klopfen werden, um den ausgefüllten Bogen abzuholen, wird Florian Seidl behaupten, dass er den längst an das Magistrat geschickt hätte. Nur dass der dort halt leider nie ankommen wird. Denn der BWL-Student, der seit Wochen auf seiner Hompage "volxzählung.at" gegen das amtliche Datensammeln agitiert, verweigert die Auskunft, "um das Grundrechtsbewusstsein in Österreich zu stärken und um gegen diese Verschwendung von Steuergeld zu protestieren".

Das linksextreme Tatblatt ruft dazu auf, den Fragebogen beim Frühstücken auszufüllen und es dabei mit den Tischsitten nicht allzu genau zu nehmen. Marmelade- und Kaffeeflecken sollen den Computern das Lesen erschweren. Kurt Wendt will hingegen gleich nur Nonsens in die Felder schreiben. Name: Tintifax. Wohnadresse: Schallerburg. Beruf: Kinderschreck. Der Kommunist und Demonstrant Wendt lädt zur Fillout-Party in sein


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